Schusswaffen für Alle? Besser nicht.

Ich muß sagen: ich bin sonst echt nicht der Typ, der einfach mal in aller Öffentlichkeit nen Ausraster hinlegt, und andere Leute grundlos anflaumt. Aber in den letzten Tagen musste ich mich echt zurücknehmen, Leute aus meiner Umgebung zusammenzupfeifen. Und das auf eine Art und Weise, dass sie denken würden, sie hätten es mit einem anderen Menschen zu tun. Ganz besonders fällt es mir im Straßenverkehr, auf der Arbeit und im Bekanntenkreis auf. Irgendwie scheinen in der letzten Zeit Alle nacheinander krank zu werden. Und von denen die nicht krank werden, scheinen ungefähr die Hälfte in das permanente „Kannst du nicht mal eben“ bzw. „Ich habe da ein Problem“-Syndrom verfallen zu sein. Das ist aber noch längst nicht alles. Dazu kommt, dass sämtliche Aktivitäten zwei- bis dreimal so mühsam scheinen wie sonst.

Das Ergebnis: blanke Wut, pure Unausgeglichenheit.
Der Drang, man müsse jetzt irgendwas kaputtmachen, zertreten, durchbrechen, auseinandernehmen, um sich halbwegs wieder normal zu fühlen.
Das Bedürfnis, vor dem hirnlosen Füßgänger, der bei rot über die Straße huscht, nochmal extra Gas zu geben, nur damit man fünf Meter vor ihm voll in die Bremsen hauen kann. Der Wichser. Was fällt dem ein?

Abends, wenn der Stress dann weg ist, gehts besser. Aber ich bin froh, dass in Deutschland scharfe Schusswaffen nicht frei verfügbar sind, das verhindert das Schlimmste. Das konnte mir übrigens auch ein Bekannter bestätigen, dem es exakt genau so ging. Wenigstens bin ich dabei nicht alleine.

Ist es eigentlich in dem Zusammenhang erwähnenswert, dass ich eine Zahnschiene habe, weil ich im Schlaf immer so heftig mit den Zähnen knirsche?
Ohje, so langsam wird mir alles klar…

2 Gedanken zu „Schusswaffen für Alle? Besser nicht.“

  1. Bei meiner ehemaligen Arbeitsstelle ging es mir auch ähnlich das ich manchmal echt wirklich nahe dran war unangenehm zu werden. Was wirklich gut geholfen hat is das ich dann jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren bin, waren zwar 40 km, hat sich aber gelohnt und das selbst im Winter noch, wobei man wirklich gut drauf achten sollte man gut eingepackt ist, sonst wirds unangenehm BTDT!

  2. Es war ja nicht nur auf der Arbeit so. Wenn dann kommt sowas von allen Seiten auf einmal. Und wenn ich daheim nicht das gewünschte Maß an Entspannung bekomme, dann kann ich schon garstig-grantig werden. Aber wenigstens hat man mir schon ein Licht am Ende des Tunnels gezeigt (in circa 4 Wochen), und das hebt die Stimmung doch ungemein.

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