Offenbar bin ich nicht der einzige

Offenbar bin ich nicht der einzige, dem dieses komische Bundeswehr-Gelöbnis Zeug in Berlin ganz gehörig auf den Sack geht. Nicht nur das, es erinnert mich an eines: die Nazi-Diktatur, da gab es auch sowas. Und zum Glück bin ich auch mit dieser Ansicht nicht alleine. Das geht fefe nämlich genau so. Wobei der noch einige Superknaller auf Lager hat:

Sie strahlen dieses Gelöbnis auf Phoenix aus. Und lassen das von einem Presseoffizier der Bundeswehr kommentieren. Hallo? Noch befangener ging so kurzfristig nicht, oder wie? Könnt ihr euch ja vorstellen, wie kritisch da die Berichterstattung ist. Der Moderator freut sich erst mal, dass da endlich mal ein Gelöbnis nicht von Trillerpfeifen gestört wird. ZUM KOTZEN. Und warum nicht? Weil sie da 1800 Polizisten angekarrt haben, und die Gegenkundgebung einen Kilometer (!!) weit weg geordert haben. Da seht ihr mal, wie weit wir sind in diesem Scheißland. Das sind unsere Free Speech Zones. Gebt ihnen noch ein paar Monate, dann ist die Free Speech Zone für Berlin in Chemnitz.

Wie bitte? Demonstrationsrecht?
„Alles kein Problem“, sagt unsere Junta. „Aber nur mit Knebel.“
Klar, nicht dass da am Ende noch Leute gehört werden.

Die taz geht dagegen subtiler vor. In dem Artikel „Einer verweigert den Gleichschritt“ wird die Geschichte von Silvio Walther erzählt, der erst auf der Flucht war, und anschließend gefasst wurde.
Den Artikel hatte ich schon einmal verlinkt, aber er lässt mich einfach nicht los.

2 Gedanken zu „Offenbar bin ich nicht der einzige“

  1. „Nicht nur das, es erinnert mich an eines: die Nazi-Diktatur, da gab es auch sowas.“

    Weißt du was Brot ist? das gab es auch schon zu Zeiten der Nazis.

    Das Gelöbnis ist ein zeremonielöler Akt, würdest du etwa bei einem Feierlichen Anlass diener Wahl mit Trillerpfeifen gestört werden? Dieses „MIMIMIMI die böse Armee, da gärt das braune Gedankengut“ geht mir sowas auf den Sack! Es sind bloß Rituale, nicht mehr nicht weniger.
    Und überhaupt, demonstriert wurde doch, oder hab ich die Bilder im Fernsehen faslch interpretiert?

    Ich kann jeden verstehen der gegen Wehpflicht ist, das System ist an und für sich überhohlt, bürokratisch und steht einer modernisierung der Bundeswehr im Weg. Was wir brauchen ist eine Berufsarmee, die die dort dann kämpfen tund das zumindest freiwillig.

  2. Ich lasse dir deine Meinung. Für mich sind derartige Gelöbnisse ein Akt des Militarismus. Und die Tatsache, dass man die Demonstranten Kilometerweit weg befördert zeigt eben letztendlich nur, wie wenig die Bundeswehr und ihre Mitglieder tatsächlich in der Mitte der Gesellschaft stehen.

    Ich sehe sogar so weit zu behaupten, dass wenn wir in der Durchschnittsbevölkerung ähnliche politische Strukturen hätten wie in der Bundeswehr, dass es dann zum Bürgerkrieg (=Aufstand gegen Rechts) käme, so sehr steht die Bundeswehr außerhalb der Gesellschaft.

    Dazu tut die in der Bundeswehr übliche Wehrmachtsverherrlichung ihr übriges. Die Wehrmacht war ein zentrales Standbein des NS-Staates, aber dieses Faktum wird von den Militaristen einfach so weggewischt.

    Wenn du der Meinung bist, das sei ja alles gar kein Militarismus, dann lies dir mal die Definition davon durch:

    Der Militarismus bezeichnet
    1. meist eine Ideologie, welche die Meinung vertritt, dass nur durch militärische Stärke Sicherheit oder gar Frieden gewährleistet wird

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Militarismus&oldid=48569184

    Noch Fragen? Das ist doch die Hauptargumentation zur Beibehaltung die Bundeswehr. Purer Militarismus.

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