Krebsvorsorge: Für Frauen ab 20, für Männer ab 45

Krebsvorsorge ist für Frauen ab dem 20. Lebensjahr im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen vorgesehen, für Männer erst ab 45. Wäre es anders herum würden Feministinnen darin sicher ein Symptom für die strukturelle Diskriminierung von Frauen ausmachen.

Das ist insofern natürlich interessant, als dass bei üblichen Versicherungen längst Unisextarife Pflicht sind. Nur bei der Krankenversicherung scheint das alles gar nicht zu gehen Männern und Frauen vergleichbare Leistungen zukommen zu lassen.

Via medfuehrer.de
Edit: Medführer hat den Link geändert.

5 Gedanken zu „Krebsvorsorge: Für Frauen ab 20, für Männer ab 45“

  1. Lieber Netreaper,

    Männer haben keine Lobby, ich sag’s ja immer wieder.

    Kommt endlich aus dem Quark, Männer, seht zu, dass ihr endlich gemeinsam für eure Rechte kämpft, guckt gefälligst mal über den Sorgerechtstellerrand, dann geht das mit der Emanzipation schneller und wir müssen uns mit diesem zeitraubenden, polarisierenden Mist nicht mehr rumschlagen.

    Ihr braucht nicht zu erwarten, dass wir DAS auch noch für euch erledigen. Ganz zu schweigen von der dazugehörigen Mobberei, die dürft ihr gerne ebenfalls behalten. Zieht euch warm an, und dann aber auf auf Marsch Marsch.

    Gruß,

    Anke Niebuhr

  2. Hallo Anke Niebuhr, ausgeschlafen?
    Du hast wohl noch nicht gemerkt (so wenig wie netreaper) dass WIR nicht darauf gewartet haben, dass ihr DAS auch noch für uns erledigt. Seit dem 1.7.2008 haben gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre die Möglichkeit, eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung durchführen zu lassen. Die bislang geltende Regelung, die Frauen diese Untersuchung schon ab 30 Jahren einräumte, Männern dagegen erst ab 45, ist [u. a. nach Protesten und Petitionen von MANNdat] somit abgeschafft worden. Es bleibt aber noch genug zu tun, und natürlich bleiben wir dran, auch ohne deine ausdrückliche Aufforderung.
    Gruß,
    Eugen Maus,
    Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender von Manndat e. V.

    1. Hallo Eugen,

      das ist natürlich sehr erfreulich, wenn auch nur ein Anfang. Trotzdem frage ich mich, warum es auf solchen Seiten noch falsch wiedergegeben ist.
      Hast du weitere Links zum Thema? Dann füge ich sie in den Artikel mit ein.

      Gruß
      Sebastian

  3. Hallo Sebastian,

    weitere Informationen hier:
    http://manndat.de/maennergesundheit/gesundheit-und-lebenserwartung-von-maennern-die-fakten.html
    Das ist zwar schon ein etwas älterer Artikel, der demnächst wohl aktualisiert werden muss, aber dennoch wichtige Fakten und weiterführende Links enthält.

    Der oben verlinkte Artikel unter http://www.medfuehrer.de/Vorsorge-Prostatakrebs ist m. E. mit Skepsis zu genießen. Zum Beispiel heißt es dort zum Thema Tastuntersuchung in der Prostata Vorsorge: „Als geeignetes Untersuchungsverfahren zur Krebsfrüherkennung hat sich das Abtasten der Prostata vom Enddarm aus etabliert…“
    Leider muss man sagen, dass keine(!) der von den Kassen bezahlten, sogenannten Vorsorgeuntersuchungen auf Prostatakrebs zur Früherkennung eines Tumors geeignet ist. Der einzige Test, der diesen Namen verdient, auch wenn seine Ergiebigkeit nicht sehr gut ist, ist der PSA-Test, und ausgerechnet dieser wird von den Kassen nicht als Früherkennungsmaßnahme bezahlt.
    Hingegen „Mit der Tastuntersuchung können – wenn überhaupt – nur oberflächliche Tumoren erkannt werden, die schon eine gewisse Größe erreicht haben. Dies bedeutet, dass die Erkrankung sich meist nicht mehr in einem Frühstadium befindet.“ „In den deutschen ärztlichen Leitlinien zum Prostatakarzinom gehen die verantwortlichen Experten davon aus, dass die alleinige digitale-rektale Untersuchung der Prostata als Früherkennungsuntersuchung nicht ausreichend ist .“
    http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/prostatakrebs/psa-test-frueherkennung.php

    Demnächst mehr dazu auf unserer Internetseite.
    Gruß, Eugen

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