Der süße Duft des Kapitalismus – wie ein blogger seine Unschuld verlor

Kritisch ist er so häufig, informativ sind seine Beiträge fast immer. Für mich eine der integersten Personen in der blogosphere. Bisher wenigstens. Denn was ich jetzt über ihn gelesen habe, da geht mir die Hutschnur hoch.

Wenn ein Blogger von BMW zur IAA eingeladen wird, und rein „zufällig“ in einem späteren Artikel 14 Mal das Wort BMW erwähnt (ich zähle sogar 15 mit Überschrift und 16 mit URL), dann hat das selbstverständlich nichts miteinander zu tun.
So sieht als der bloggende antikapitalistische Widerstand aus? Nicht mit mir.

Ich war dabei, als Moe seine Seele an BMW verkauft hat. Er hat mit Blut unterschrieben.
Scheiß Kapitalistenmade, verrecke!

WENN du schon für BMW werben musst, Moe, dann bitte auch mit dem obigen Logo.
Mit einer eigenen Kategorie „BMW“, und mit einem schönen BMW-Flashgame am rechten Rand. Okay?

P.S.: dieser Blogeintrag hat nur gute Eigenschaften. Die Leute, die sich über Moe empören, finden ihn toll, und Moe hält das alles für einen tollen Spaß und lacht.

3 Gedanken zu „Der süße Duft des Kapitalismus – wie ein blogger seine Unschuld verlor“

  1. naja, "wer ohne sünde ist werfe den ersten stein".
    allerdings sollte immer möglichst klat gesagt werden an welchen stellen ein blog kommerziell ist.

    immernoch besser über bmw zu bloggen als im BILD-call center zu arbeiten wie manche linke die ich kenne.

    mit wachsendem bekanntheitsgrad wird man zunehmend von firmen und anderen hofiert werden. bmw ist dabei aber immer noch besser als daimler, da die ja ein rüstungskonzern sind.

    auf jeden fall stärkt das nicht gerade die integrität sich zu willigen helfern des viral marketing zu machen.

  2. Och jaa… für ganz so tragisch halte ich die Sache nun auch nicht. Den entsprechenden Beitrag habe ich damals nicht mal richtig gelesen, weil mich die IAA einfach nicht interessierte.
    Ich finds nur etwas komisch, dass der liebe Moe nicht erwähnt hat, von BMW eingeladen worden zu sein, oder habe ich das falsch verstanden?

    Wir leben schließlich alle im Kapitalismus, und müssen sehen, wie wir über die Runden kommen. Nix tragisches prinzipiell…

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